Wiener Gewaltvideo: Grüne wollen Zuckerberg belangen

Die Grünen nehmen den jüngsten Fall eines Gewaltvideos im Netz zum Anlass für eine Sachverhaltsdarstellung gegen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und gegen das Soziale Netzwerk selbst. Das kündigte Mediensprecher Dieter Brosz im Gespräch mit der APA an. Man betrete „juristisches Neuland“, weil der Cybermobbing-Paragraf erst seit heuer existiert und „noch nicht judiziert wurde“.

Das Video, auf dem zu sehen ist, wie ein 15-jähriges Mädchen von Jugendlichen brutal geschlagen wird, hat einmal mehr zu heftigen Debatten über gewalttätigen Inhalt in Sozialen Netzwerken und den Umgang von Facebook damit geführt (orf.at).

Denn Usern, die das Video gemeldet hatten, wurde dort nämlich beschieden: Es verstoße nicht gegen die „Gemeinschaftsstandards“ des Netzwerks. Gestern Abend wurde das Video laut einem ZIB-Bericht dann doch entfernt.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten sagte auf Anfrage der APA, dass noch kein Ermittlungsverfahren gegen Facebook eingeleitet wurde. „Zunächst muss überprüft werden, wer das Video eingestellt hat und wer darauf Zugriff hatte“, sagte ein Sprecher.