Wiener Fotograf klagt auf Millionensumme


„Horvaths Bilder finden sich ohne Freigabe des Fotografen weltweit in Architekturzeitschriften, Reisemagazinen, Zeitungen wie der New York Times, El Pais, The Telegraph, Financial Times und heimischen Printwerken und Online-Auftritten. 170 Mal entdeckt er eines der Fotos auf Cover. Dutzende Firmen nutzten die Bilder für Eigenwerbung (derstandard.at)

Weltweit werden 440 Briefe verschickt, erste Klagen laufen. Es könnte um mehr als zwei Millionen Euro gehen. „Ich bin kein Hardliner, drücke auch mal ein Auge zu, wenn ein Kunde Fotos ohne Absicht länger verwendet“, sagt Horvath. „Aber da war ich baff.“ Private Blogger oder andere, die die Fotos nicht gewerblich nutzten, würden nicht belangt werden.“

Der Diebstahl von geistigem Eigentum – und dazu gehört nunmal auch eine Fotografie – ist im Zeitalter des Internets so einfach geworden wie noch nie. Selbst derjenige, der nicht weiß, dass er gestohlenes Material verwendet, setzt sich den zivilrechtlichen Unterlassungs- und Entschädigungsansprüchen des Rechteinhabers aus, da Urheberrechte nicht gutgläubig erworben werden können.

Für Nutzer bleibt daher zu empfehlen, nur Material zu verwenden, das von ihnen selbst stammt, oder dessen Herkunft ihnen bekannt ist. Für Rechteinhaber kann sich eine tiefergehende Recherche durchaus auszahlen.


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2 Kommentare
  1. Thomas Wolkenstein
    Thomas Wolkenstein sagte:

    Sie schreiben, dass Urheberrechte nicht gutgläubig erworben werden könne. Aber meinen Sie nicht eher Nutzungsrechte oder Verwertungsrechte, denn Urheberrechte sind doch gar nicht übertragbar?

    Aus meiner Sicht ist es nicht verständlich warum sich Sofitel/Accor keine Gedanken zum im Vertrag mit dem Fotografen sehr eingeschränkten Nutzungsrecht gemacht hat, nachdem herausgekommen war, dass die Fotos sehr werbewirksam sind. Wenn ich den Artikel richtig verstehe, sind die Bilder als Aufmacher mit einem Copyright von Accor verwendet worden und nicht blos von Accor unbemerkt auf Facebook geteilt geworden ( und ähnliches).

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