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Gold schürfen in der Hautcreme?

Wolltet Ihr schon immer einmal in Eurer Hautcreme nach Gold schürfen? Nein? Kein Problem, es gibt immer ein erstes Mal 🙂

Goldener Windbeutel geht heuer an Coca-Cola

Der von Foodwatch verliehene Goldene Windbeutel für die dreisteste Werbelüge geht heuer an Coca-Cola. Die Teilnehmer der Aktion hätten das „Smartwater“ des Getränkekonzerns zum Gewinner des Negativpreises gekürt, gab die deutsche Konsumentenschutzorganisation am Dienstag bekannt. Foodwatch kritisiert, dass das Wasser „nicht besser als herkömmliches Mineralwasser“ sei, jedoch bis zu siebenmal teurer (derstandard.at).

Coca-Cola bezeichnete die Auszeichnung als „nicht gerechtfertigt“ und kündigte an, den Goldenen Windbeutel nicht anzunehmen. „Die Deklaration und Kennzeichnung des Wassers sind transparent und entsprechen den lebensmittelrechtlichen Regelungen“, sagte eine Sprecherin.

 

24 K-RAT – Hochkarätige Pflege mit feinsten Gold- und Seidenpartikeln

In meinem nächsten Video geht es um diese Werbung für das darin abgebildete Kosmetikprodukt, die von der Klägerin als irreführend beanstandet wurde.

Wer kommt drauf, worum es dabei konkret gegangen ist? Inwiefern könntet Ihr durch diese Werbung in die Irre geführt werden?

 

 

Erste Influencerin wegen Schleichwerbung vor Gericht

Instagram-Promi Cathy Hummels soll auf der Fotoplattform verbotene Werbung gemacht haben. Konkret wird ihr vom Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) vorgeworfen, dass sie Produkte anpreise, ohne dies als Reklame zu kennzeichnen. Gegen die Influencerin wurde nun eine einstweilige Verfügung erwirkt (derstandard.at).

Vor allem in Deutschland treibt das Wettbewerbsrecht immer wieder seltsame Blüten. Werbung ist als solche selbstverständlich auch auf Plattformen wie Instagram, Facebook oder Youtube als solche zu kennzeichnen. Aber dort, wo tatsächlich keine Werbung in dem Sinn statt findet, dass dafür eine Bezahlung oder sonstige Gegenleistung erhalten wird, besteht eine Verpflichtung zur Kennzeichnung selbstverständlich nicht, alles andere wäre eine unsachliche Ungleichbehandlung der sozialen Medien im Vergleich zu anderen Medien. Und irreführend wäre es obendrein, weil dadurch der Eindruck erweckt wird, dass eine Influencerin oder ein Influencer tatsächlich viel mehr Sponsoren hat, als sie oder er tatsächlich hat. Und das würde in Deutschland sicher ebenfalls sofort zu einer Abmahnung führen. Also, Ohren steif halten und gesunden Menschenverstand an den Tag legen.

 

ORF muss halbe Million wegen Schleichwerbung zahlen

Der ORF hat mit einem Gewinnnspiel der Österreichischen Lotterien das Schleichwerbeverbot im ORF-Gesetz verletzt. Der Verwaltungsgerichtshof entschied nun, dass der ORF nicht alleine die für Product-Placement verrechneten 206.000 Euro wegen der Rechtsverletzung ins Bundesbudget überweisen muss. Der öffentlich-rechtliche Sender muss auch die ausgespielten 300.000 Euro Preisgeld abführen, die ihm die Lotterien finanzierten.

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Wo Banane drauf ist, muss Banane drin sein

Zwar sind auf der Verpackung Bananenscheiben zu sehen, doch tatsächlich enthält die Bananenmilch von NÖM nur einen Bruchteil der abgebildeten Früchte. Die Arbeiterkammer klagte gegen die Mogelpackung und bekam nun vor Gericht recht. Produkte, die mit Fruchtfotos beworben werden, müssen auch nennenswerte Anteile der Frucht aufweisen, so das Urteil.

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Tintifax

Die Wahrheit über das neue Tierschutzgesetz

Am 30. Juni 2017 berichteten die Kleine Zeitung und Heute, dass das neue Tierschutzgesetz am 1. Juli 2017 in Kraft tritt und dass private Tierschutzvereine deshalb ihre Schützlinge nicht mehr im Internet anbieten dürfen. Woher die beiden Zeitungen den 1. Juli 2017 nehmen, ist nicht ersichtlich, er kommt im gesamten Tierschutzgesetz überhaupt nicht vor. Und das Anbieten von Tieren im Internet? Naja.

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Neues Datenschutzgesetz sieht Millionenstrafen vor

Das neue Datenschutzgesetz sieht Strafen von bis zu 20 Millionen Euro vor, sollten Unternehmen gegen die neuen, strengeren Bestimmungen verstoßen. Unter anderem soll es erschwert werden personenbezogene Daten für Werbezwecke zu verwenden. Auch US-Konzerne sollen sich an die neuen Regeln halten müssen.

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EU-Parlament: strengere Werberegeln für YouTuber

Das EU-Parlament beschloss strengere Werberegeln für YouTuber und Videoportale. YouTuber sollen verpflichtend darauf hinweisen, wenn sie Werbung für Produkte machen. Vorschriften zu Werbung, Sponsoring oder Produktplatzierung sollen also grundsätzlich auch für Videos im Internet gelten.

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Werbeabgabe für Werbung im Internet?

Gestern habe ich am KMU-Gipfel des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien teilgenommen, zu dem Bundeskanzler Kern eingeladen hat. Dort hat er unter dem Schlagwort Steuergerechtigkeit auch seinen Plan zur Besteuerung von Konzernen wie Facebook und Google durch Ausdehnung der Werbeabgabe auf Werbung im Internet vorgestellt.

Was er nicht dazu gesagt hat, ist, dass eine Ausdehnung der Werbeabgabe auf Werbung im Internet primär die anwesenden Klein- und Mittelbetriebe treffen würde. Es ist für kleine und mittelgroße Unternehmen in Österreich schon jetzt schwer genug, auf legalem Weg neue Kunden zu gewinnen.

Telefonwerbung, Werbung per Fax, Email oder SMS scheiden aufgrund gesetzlicher Verbote praktisch aus. Werbung im Fernsehen, im Radio oder auf Außenflächen, also im Wesentlichen auf Plakaten etc. ist für Klein- und Mittelbetriebe unerschwinglich, und das nicht nur deswegen, weil letztere schon jetzt mit der Werbeabgabe belastet sind.

Bleibt also noch die Werbung per Post oder im Internet, wobei Werbung per Post zur Neukundengewinnung auch nur dann erlaubt ist, wenn sich der Empfänger nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat; hohe Druck- und Versandkosten, die geringe Treffsicherheit und die hohe Wahrscheinlichkeit, im Papierkorb zu landen, machen sie auch nicht unbedingt zu einer attraktiven Form der Werbung.

Diese Rahmenbedingungen zementieren den wirtschaftlichen Status Quo in Österreich mehr oder weniger ein, wovon vor allem finanzstarke Großbetriebe und alteingesessene Unternehmen mit großem Kundenstock profitieren. Sie ermöglichen keinen fairen Wettbewerb sondern verhindern diesen geradezu und sind das Gegenteil von dem, was gerne als Entfesselung der Wirtschaft verkauft wird.

Der einzige Spielraum, den vor allem neu gegründete Klein- und Mittelbetriebe derzeit rechtlich und finanziell noch haben, ist die Werbung im Internet. Wenn auch diese in Zukunft besteuert werden soll, werden es kleine und mittelgroße Unternehmen in Zukunft noch schwerer haben, sich am Markt zu behaupten oder überhaupt erst zu etablieren.

Nicht umsonst wurde vor gar nicht langer Zeit sogar die Abschaffung der Werbeabgabe diskutiert; jetzt versucht man unter dem falschem Vorwand der Steuergerechtigkeit deren Ausdehnung auch auf das Internet.

Dabei wäre es eigentlich an der Zeit, mit der Zeit zu gehen und die gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen von Werbung in Österreich und Europa grundsätzlich zu überdenken.