NS-Wiederbetätigung: 18 Monate bedingt

Ein 45-Jähriger ist am Montag in Linz wegen NS-Wiederbetätigung und Verhetzung zu 18 Monaten bedingt verurteilt worden. Der Mann hatte zugegeben, NS-Maßnahmen auf der Internetseite des Ansfeldener Bürgermeisters propagiert zu haben.

„Ich weiß nicht“, war die meistgehörte Antwort, die der Richter auf seine Nachfragen zum Motiv der Taten von dem Angeklagten zu hören bekam. Die beiden Lieder „Wir sind braune Soldaten“ und „Hakenkreuz am Stahlhelm“ glaubte er im Internet unter dem Suchbegriff Marschmusik gefunden zu haben (orf.at).

Wortkarger gab er sich, als es um den Straftatbestand der Verhetzung ging. Auf seiner Facebook-Seite wurde im Oktober dann noch ein Foto von einem betenden Mann mit dem Untertitel „Der neue Staubsauger. Modell: Muslime-Fussellutscher Turbo“ gefunden. „Das habe ich geschickt bekommen“, mehr hatte der Angeklagte nicht zu sagen. Pflichtverteidiger Harald Papesch wollte alle Aktionen seines Mandanten nur als „Dummheit“ verstanden wissen.

Dummheit und Strafbarkeit schließen einander freilich nicht aus. 


Waren Sie im Internet schon mit Beiträgen konfrontiert, die die Menschenwürde anderer verletzen? Schreiben Sie Ihre Anmerkungen unten dazu, teilen Sie meinen Beitrag, wenn er Ihnen gefällt, folgen Sie mir auf Youtube, auf Facebook, Instagram oder Twitter.