Grasser geht erneut gegen Brettspiel „KHG“ vor

Ex-Finanzminister Karl Heinz Grasser sowie der ehemalige FPÖ-Politiker Walter Meischberger und der Immobilienmakler Ernst Karl Plech gehen mit einem Rechtsgutachten erneut gegen das Brettspiel „KHG – Korrupte Haben Geld“ vor. Die in der Causa Buwog und Terminal Tower von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft angeklagten Herren werfen den Schöpfern des Spiels sowie weiteren Medien, Projekten und Artikeln gemeinsam „Vorverurteilung“ und „Rufmord“ vor.

Wie die Spielhersteller Christian Felsenreich und Klaus Hofegger in einer Aussendung erklären, hatte Grasser die Schöpfer bereits einmal erfolglos geklagt. Das Brettspiel „KHG – Korrupte Haben Geld“ setzt sich in satirischer Weise mit dem großen Thema Korruption in Österreich auseinander. Viele Fälle und Skandale der letzten 20 Jahre werden dabei aufgegriffen (derstandard.at).

„Das Wesen von Satire ist natürlich auch die Andeutung und Überhöhung, aber das Spiel ist niemals untergriffig oder gar menschenverachtend“, heißt es in einer Stellungnahme. Der Oberste Gerichtshof gab damals dieser Argumentation recht, wonach die Beschäftigung mit Personen des öffentlichen Lebens wie Politikern in wesentlichen Positionen unter das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf künstlerische Freiheit falle.

Das Prozesshindernis der Rechtskraft wird Herrn Grasser und seinen Rechtsanwälten hoffentlich bekannt sein. Hoffentlich.