FPÖ-Mandatar warnt auf Facebook mit Foto vor „Belästiger“

Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Christian Höbart ist für seinen Facebook-Auftritt schon mehrfach in die Kritik geraten. So hatte er Asylwerber als „Höhlenmenschen“ bezeichnet und ein Video von Flüchtlingen, die mit einem Schlauchboot das Meer überqueren, mit dem Kommentar „Eine Seefahrt, die ist lustig“ geteilt.

Jetzt sorgt Höbart mit einer Warnung vor einem Mann, der in Guntramsdorf unterwegs ist, für Aufsehen. Der FPÖ-Abgeordnete teilte den Beitrag einer Nutzerin, die den Mann fotografiert und ihm die Belästigung ihrer Tochter vorgeworfen hatte (derstandard.at).

Die Polizei gibt auf Anfrage des STANDARD an, dass der abgebildete Mann „keine strafbaren Handlungen“ gesetzt habe. Die Tochter der Facebook-Nutzerin, die den Mann fotografiert hat, hatte sich wegen seiner Präsenz unwohl und verfolgt gefühlt. Es sei aber laut Polizei zu keinem Übergriff gekommen, juristisch gilt er als unschuldig. Das Foto des Mannes wurde über 13.000-mal auf Facebook geteilt, darunter eben auch von Höbart.

Bildnisse von Personen dürfen weder öffentlich ausgestellt noch auf eine andere Art, wodurch sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, verbreitet werden, wenn dadurch berechtigte Interessen des Abgebildeten verletzt würden. Wer Opfer derartiger Facebook-Aktionen geworden ist, kann sich jederzeit gerne an mich wenden. Ich stelle das dann schnell und schmerzlos ab.