Nutzung der geschützten Wortmarke „Black Friday“

Aus einer Pressemitteilung der Black Friday GmbH:

„Wir, die Black Friday GmbH, exklusive Lizenznehmerin der geschützten deutschen Wortmarke „Black Friday“, möchten Sie nun informieren und einiges richtigstellen: Heute haben wir vor dem Landgericht Frankfurt am Main eine einstweilige Verfügung gegen einen Marktteilnehmer erwirkt. Diese richtet sich u.a. gegen die Veröffentlichung einer irreführenden Pressemeldung, in der suggeriert wird, dass die eingetragenen Markenrechte in Deutschland keinen Bestand haben und jeder, ohne Rücksicht auf die eingetragene Marke, mit dem Begriff werben kann. Dagegen haben wir uns nun erfolgreich gerichtlich zur Wehr gesetzt und dem Marktteilnehmer untersagen lassen, die irreführende Pressemeldung weiterhin so zu publizieren.

Kurz und bündig: Wir erwarten weder für uns als exklusive Lizenznehmerin, noch für die geschützte Wortmarke „Black Friday“ irgendeine Beeinträchtigung. Unsere Partner können also auf uns vertrauen: Sie sind mit der Nutzung der geschützten Wortmarke „Black Friday“ bei uns wie bisher auf der rechtlich sicheren Seite!“

Bloß: verstehen die Verbraucher „Black Friday“ wirklich als Hinweis auf ein bestimmtes Unternehmen? oder denkt sich dabei jeder nur „Juhu, Schnäppchenjagd!!“?

 

Hat Österreich ein Glücksspiel-Problem?

Allein im Monat September musste sich der VwGH 90 Mal mit illegalem Glücksspiel beschäftigen; im Jahr 2017 waren es bisher 268 Mal. Im Jahr 2016 gab es 305 Verfahren vor dem VwGH, von Verfahren, die nicht bis zu den Höchstgerichten geführt wurden, ganz zu schweigen.

Es stellt sich daher die Frage: hat Österreich ein Glückspiel-Problem? Fällt den Betroffenen wirklich nichts Besseres ein, das sie mit ihrer Zeit und mit ihrem Geld anfangen könnten? Sind die Strafen für die Betreiber illegaler Glücksspiele nicht noch genug?

 

Was ist sexuelle Belästigung

Diesmal erkläre ich, was sexuelle Belästigung aus strafrechtlicher Sicht ist. Das Wording der Tatbestände ist leider keine Glanzleistung unseres Gesetzgebers, aber das ist nicht Thema dieses Videos. Und mit ein bisschen Hausverstand sollte anschließend trotzdem jeder in der Lage sein zu beurteilen, was sexuelle Belästigung ist und was nicht. Viele weitere kostenlose Videos gibts auch auf meinem Youtube Kanal https://www.youtube.com/channel/UCtBK68TUf2vrHEx3t1joqbQ

 

Anfechtungsklage und Nichtigkeitsklage eines Gesellschafters

Anfechtungs- und/oder Nichtigkeitsklagen in Bezug auf Gesellschafterbeschlüsse sind ausschließlich gegen die Gesellschaft, nicht aber gegen die Gesellschafter zu richten.

Ein Rechtsanwalt, der seine Mandanten darüber nicht aufklärt und eine Anfechtungsklage gegen die Gesellschafter einbringt, ist verpflichtet, den dadurch verursachten Schaden zu ersetzen.

 

Halloween und Vermummungsverbot

Heute erkläre ich Euch, was vom Vermummungsverbot zu halten ist, und wünsche allen meinen Zusehern ein Happy Halloween!

 

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist der unwandelbare und dauerhafte Wille, jedem sein Recht zu gewähren (Institutionen 1,1,1).

 

Pfusch beim Tierschutzgesetz

Pfusch beim Tierschutzgesetz

Viele von Euch haben mir im Anschluss an mein letztes Video mitgeteilt, dass bereits Strafverfügungen gegen Tierschutzvereine ergangen sind, weil diese ihre Tiere weiterhin zur Abgabe anbieten. Darum habe ich mich noch einmal hingesetzt, um darzustellen, was von diesen Strafverfügungen zu halten ist, und was dagegen unternommen werden kann.

 

Mag. Thomas Fraiß

Voraussetzungen für eine Bewilligung nach dem Tierschutzgesetz

Irgendetwas liegt in Österreich im Bereich des Tierschutzes im Argen. Tierschützer werden von verdeckten Ermittlern überwacht und anschließend von der Staatsanwaltschaft wie Terroristen verfolgt, deren Existenzen teilweise zerstört. Eine Novelle zum Tierschutzgesetz entpuppt sich als Pfusch. Und jetzt das: Behörden, die mit der Umsetzung der Novelle entweder überfordert sind oder dabei einfach nur ihre Inkompetenz offenbaren. Raum für die eine oder andere Verschwörungstheorie bietet das allemal.

Ich wollte mich nach meinem letzten Posting und Video eigentlich gar nicht weiter mit dem Bereich des Tierschutzes auseinandersetzen, aber das, was dem Verein Tatzenhilfe im Anschluss daran passiert ist, war dann doch zuviel des Guten.

Der Verein stellte einen Antrag auf Bewilligung gemäß § 23 TSchG. Nach nur 3 Wochen gab es einen Bescheid der BH Spittal an der Drau, mit dem der Antrag abgewiesen wurde, und das noch dazu per Email. Es gab kein ordentliches Verwaltungsverfahren, und wie ein Bescheid auszusehen hat, sollte die BH vielleicht auch einmal nachlesen.

Begründet wurde die Abweisung damit, dass der Verein die von ihm betreuten Katzen bei Pflegefamilien unterbringt, und deshalb kein Halter im Sinn des TSchG sei. Und das ist einfach Käse; im Zusammenhang mit Katzen also unpassend.

Halter ist gemäß § 4 Z 1 TSchG jene Person, die ständig oder vorübergehend für ein Tier verantwortlich ist oder ein Tier in ihrer Obhut hat. Eine auf Dauer angelegte Übernahme der Aufsicht und Betreuung eines Tieres ist nach ständiger Rechtsprechung des VwGH ausdrücklich nicht erforderlich. Außerdem ist es möglich, dass ein Tier gleichzeitig mehrere Halter hat.

Für die Qualifikation als Halter ist es also nicht erforderlich, dass der Verein die Katzen in seiner Obhut hat; es reicht, dass er für die Katzen ständig oder vorübergehend verantwortlich ist. Steht eigentlich so im Gesetz. Man müsste es einfach nur lesen und richtig anwenden.

Weitere Voraussetzung für eine Bewilligung gemäß § 31 Abs 1 TSchG ist, dass die Tierhaltung im Rahmen einer sonstigen wirtschaftlichen Tätigkeit erfolgt. Dieses Kriterium ist bei einem Verein, der sich um die finanziellen Belange der Tiere kümmert, zweifellos erfüllt.

Die Bewilligung gemäß § 23 TSchG ist zu erteilen, wenn die beantragte Tierhaltung den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und der auf seiner Grundlage erlassenen Verordnungen und dem anerkannten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entspricht und der Tierhaltung kein Tierhaltungsverbot entgegensteht.

Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist in einem ordnungsgemäßen Verwaltungsverfahren, das sicherlich mehr als 3 Wochen in Anspruch nimmt, zu prüfen. Liegen die Voraussetzungen vor, ist die Bewilligung zu erteilen.

Zusammengefasst müssen also folgende Bedingungen erfüllt sein:

1. Der Antragsteller ist Halter gemäß § 4 Z 1 TSchG
2. Der Antragsteller hält Tiere im Rahmen einer sonstigen wirtschaftlichen Tätigkeit gemäß § 31 Abs 1 TSchG
3. Die beantragte Tierhaltung entspricht den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und der auf seiner Grundlage erlassenen Verordnungen und dem anerkannten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse
4. Der beantragten Tierhaltung steht kein Tierhaltungsverbot entgegen.

Da eine rechtskräftige Abweisung des Antrags auf Bewilligung das Erlöschen der vorläufigen Bewilligung gemäß § 44 Abs 24 TScHG zur Folge hätte, hat mich der Verein Tatzenhilfe damit beauftragt, eine Beschwerde gegen den Bescheid der BH Spittal einzubringen. Diese Beschwerde kann und darf hier zur Orientierung für andere Tierschutzvereine in einer ähnlichen Situation herunter geladen werden. Sie kann eine Beratung im Einzelfall durch einen Rechtsanwalt allerdings nicht ersetzen.

Beschwerden sind an das zuständige Landesverwaltungsgericht zu richten und innerhalb von 4 Wochen ab Zustellung eines abweisenden Bescheides bei der abweisenden Behörde einzubringen.

 

Das neue Tierschutzgesetz

Das neue Tierschutzgesetz – Top oder Flop?

Die letzte Novelle zum Tierschutzgesetz war leider kein Meilenstein der Gesetzgebung. Dass in den Medien darüber viel Unsinn zu lesen war, hat es auch nicht besser gemacht. Dabei gibt es vorerst für private Tierschutzvereine keinen Grund, deswegen zu verzweifeln.

 

Tintifax

Die Wahrheit über das neue Tierschutzgesetz

Am 30. Juni 2017 berichteten die Kleine Zeitung und Heute, dass das neue Tierschutzgesetz am 1. Juli 2017 in Kraft tritt und dass private Tierschutzvereine deshalb ihre Schützlinge nicht mehr im Internet anbieten dürfen. Woher die beiden Zeitungen den 1. Juli 2017 nehmen, ist nicht ersichtlich, er kommt im gesamten Tierschutzgesetz überhaupt nicht vor. Und das Anbieten von Tieren im Internet? Naja.

Weiterlesen