Der wahrscheinlich kürzeste Kaufvertrag der Welt

Wer schon einmal ein Grundstück, eine Wohnung oder ein Haus gekauft hat, hat schon einmal einen entsprechenden Kaufvertrag in der Hand gehabt. Vor allem am Land glauben viele noch, dass man das zwingend von einem Notar machen lassen muss („Gemma zum Notar“), aber natürlich kann auch jeder Rechtsanwalt einen Kaufvertrag erstellen, mit dem „man ins Grundbuch kommt“.

Damit „man ins Grundbuch kommt“, muss man dem Kaufvertrag mindestens eineindeutig entnehmen können, wer verkauft, wer kauft, was verkauft und gekauft wird, den Kaufpreis und die Einwilligung des Verkäufers, dass das Eigentum des Käufers im Grundbuch einverleibt wird.

Basierend darauf habe ich diesen wahrscheinlich kürzesten Kaufvertrag der Welt erstellt, mit dem Herr Mozart der Frau Habsburg ein besonderes Grundstück mit Häuschen drauf zum Preis von einer Million Euro verkauft.

Mehr kann, muss aber nicht im Kaufvertrag enthalten sein. Vor allem bei großen Transaktionen, bei denen die Parteien nicht wollen, dass jeder beim Grundbuch nachschaun kann, was vereinbart wurde, steht im Kaufvertrag selbst nur das Notwendigste und der Rest in einem sogenannten Sideletter.

Je nach Komplexität der Transaktion, wird auch das Vertragswerk komplexer sein müssen, um die damit verbundenen Risiken abzufedern. Leider haben viele überhaupt keine Vorstellung, welche Risiken mit einem Kauf und Verkauf verbunden sein können.

Bei diesen geistert dann auch oft die Idee herum, dass man ja sowieso nur eine Vorlage oder ein Muster – zum Beispiel aus dem Internet – hernehmen muss, und schon wäre alles Bestens. Wer das so machen will, bitte, ich habe Euch gewarnt. Wer billig kauft, kauft teuer.