14-Jährige klagt Facebook wegen Nacktfotos

Eine 14-jährige Britin darf wegen der mehrfachen Veröffentlichung eines Nacktfotos juristisch gegen Facebook vorgehen.Nacktfotos des Mädels waren wiederholt auf einer sogenannten „Shame page“ hochgeladen worden, auf der etwa abgewiesene Verehrer oder Ex-Freunde Frauen mobben.

Die 14-Jährige hatte von Facebook gefordert, Bildverfolgungstechnologien einzusetzen, um ihr Nacktfoto sofort nach jedem Upload zu sperren. Das wollte Facebook nicht. Das soziale Netzwerk verwies darauf, von Nutzern gemeldete Fotos ohnehin schnell zu prüfen und zu löschen (derstandard.at).

Facebook selbst betont, ein Tech-Unternehmen zu sein, und daher im Unterschied zu Medienunternehmen andere Verantwortlichkeiten für Inhalte zu tragen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Klagen von Personen eingehen, die auf Facebook Opfer von Mobbing werden, ohne dass Facebook etwas rechtzeitig dagegen unternommen hat. Facebook verdient mit dem leichtfertigen Verhalten seiner Nutzer Milliarden, und verdient insbesondere bei Urheberrechtsverletzungen außerordentlich gut an fremden Inhalten mit. Im Vergleich zu Medienunternehmen müsste Facebook daher sogar eine höhere Verantwortlichkeit für fremde Inhalte tragen.